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16.05.2012 - Neue Spinnerei spart erheblich Energie

Die Rotorspinnmaschinen und die Spinntechnologie der neuesten Generation ermöglichen Energieeinsparungen von bis zu 25 % in einer Baumwollspinnerei.

Mit der Rotorspinnmaschine R 60 kann der Energieverbrauch gesenkt werden.

Die vollautomatische Rotormaschine R 60 von Rieter.

Die Herausforderung im Sinne der Nachhaltigkeit

In der Rotorspinnerei sind die reinen Produktivitätssteigerungen mit neuer Spinntechnologie in der Regel erst nach langer Zeit ausreichend, um eine Neuinvestition zu rechtfertigen. Andere Vorteile der moderneren Technologie, die sich in der Spinnerei selbst nicht vollständig auszahlen, werden damit auch erst mit langer Verzögerung eingeführt.
Spinnmaschinen sind sehr grosse Energieverbraucher mit einem Energieeinsatz von 0.5 bis zu weit über 1.5 kWh je kg Garn. Sie bestimmen damit den energetischen Fussabdruck der Textilerzeugung entscheidend mit. In manchen Regionen, insbesondere in Asien, dienen die Spinnereien zum Aufbau der Industrialisierung und zur gesteigerten Wertschöpfung aus der lokal erzeugten Baumwolle. Dort wird die Infrastruktur durch solch grosse Verbraucher stark beansprucht.
Mit Einsatz moderner Rotorspinntechnologie liesse sich der Energiebedarf für die weltweite Textilerzeugung nachhaltig verringern. Darüber hinaus könnte die moderne Technologie einen nennenswerten Beitrag zur Entspannung der Energieversorgungssituation in den industriell aufstrebenden Regionen bieten.

Die Ausgangssituation

Eine grosse Rotorspinnerei in den USA, die in den 1980er Jahren eingerichtet und über 10 Jahre ausgebaut wurde, produzierte mit dem inzwischen bis zu 18 Jahre alten Maschinenpark pro Jahr ca. 88 000 t Garne aus heimischer Baumwolle. Die Spinnerei wurde mit Modernisierungs-Massnahmen so betrieben, dass die Qualität der Garne konkurrenzfähig blieb. Konsequente Instandhaltung und Wartung erlaubten trotz des alternden Maschinenparks eine hohe Auslastung. Die Investitionsneigung für die Textilindustrie in den USA, deren Weiterverarbeitung in Länder mit niedrigerem Lohnniveau abwanderte, war gering. Daher wurde eine Neuinvestition hinausgezögert. Wegen der vergleichsweise geringen Energiekosten war der Energieverbrauch der Anlage bis dahin nicht im Fokus. Detaillierte Aussagen zum Energieverbrauch neuer Anlagen sind wegen der sehr starken Abhängigkeit von der individuellen Anwendung kaum allgemein verfügbar.

Die Lösung – die nachhaltige Investition mit neuer Technologie

Die verwendete Rotorspinnmaschine wurde konsequent bezüglich Produktivität und geringerem Energieverbrauch zum Model R 60 weiterentwickelt. Eine neue Spinneinheit enthält die neuesten Entwicklungen der Spinntechnologie. Sie lässt mit ihrer besseren Spinnstabilität gleiche Garneigenschaften mit geringerem Einsatz von energieaufwändiger Garndrehung und damit eine höhere Produktivität zu.
Längere Maschinen ermöglichen einen günstigen Maschinenpreis und eine kostengünstigere Nutzung der Flächen in Spinnereien. Dies war wiederum nur deshalb möglich, weil die Spinnstellen durch Einsatz hocheffizienter Zentralantriebe und energiesparender Lagerungen weniger Energie verbrauchten.
Die nachhaltigen Stärken
Der Nutzen der modernen automatischen Rotorspinnmaschinen besteht aus der Kombination von Effizienzsteigerung der Anlage, besserer Ausnutzung der eingesetzten Rohstoffe und einer signifikanten Reduzierung des für die Produktion notwendigen Energieverbrauchs.

  • Um 25 % geringerer spezifischer Energie- und Ressourcenbedarf für die Produktion gegenüber alten Anlagen aufgrund der verbesserten Spinntechnologie, welche eine Erhöhung der Produktivität um 5-10 % ohne mehr Energie- und Ressourcenbedarf erlaubt
  • Geringerer Ressourcenbedarf in der Weiterverarbeitung, da die gleichmässigere Garnqualität dort für weniger Stillstände und damit für eine bessere Ausnutzung sorgt.
  • Zusätzliche Ressourcenschonung, weil in bestimmten Einsatzfällen die verbesserte Technologie auch den Einsatz günstigerer Rohmaterialien erlaubt, einschliesslich der Weiterverwendung von Abfällen aus dem Spinnprozess und wiederaufbereiteten Fasern.

Die nachhaltige Bedeutung dieser Entwicklung wird noch deutlicher, wenn man berücksichtigt, dass es weltweit über 7.5 Millionen Rotorspindeln gibt, auf denen in der Grössenordnung von 9 Mio. t Garn pro Stunde gesponnen wird. Damit braucht die Rotorspinnerei weltweit deutlich mehr als 2 000 MW elektrische Leistung. Die Modernisierung dieses Maschinenparks mit einem Alter bis über 20 Jahre kann also erheblich zur Reduktion des Energiebedarfs beitragen.

Über Rieter

Rieter ist ein führender Anbieter am Weltmarkt für Textilmaschinen und -komponenten für die Kurzstapelfaser-Spinnerei. Das Unternehmen mit Sitz in Winterthur (Schweiz) entwickelt und fertigt Anlagen, Maschinen und Technologiekomponenten für die Verarbeitung von Naturfasern und synthetischen Fasern sowie deren Mischungen zu Garnen. Rieter ist der einzige Anbieter weltweit, der sowohl die Prozesse für Spinnereivorbereitung als auch sämtliche vier am Markt etablierten Endspinnverfahren abdeckt. Das Unternehmen ist mit 18 Produktionsstandorten in 9 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit rund 4 700 Mitarbeitende, davon etwa 28 % in der Schweiz. Rieter ist an der SIX Swiss Exchange unter dem Tickersymbol RIEN kotiert. (www.rieter.com)

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 Rotorspinnmaschine R 60 (JPG/CMYK/5.4 MB) (rechte Maustaste, speichern unter)

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Edda Walraf
Marketing Spun Yarn Systems
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