Rieter Investor Update 2016

  • Steigerung des Bestellungseingangs gegenüber Vorjahr
  • Markterfolg in Indien, zurückhaltende Nachfrage in der Türkei im dritten Quartal
  • Konkretisierung des Ausblicks 2016

Der Rieter-Konzern realisierte in den ersten neun Monaten 2016 deutlich höhere Bestellungen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der kumulierte Bestellungseingang betrug 718.4 Mio. CHF und lag damit um 22% über der Vorjahresperiode. Im dritten Quartal lag der Bestellungseingang aufgrund der Investitionszurückhaltung in der Türkei bei 207.7 Mio. CHF.

Bestellungseingang nach Geschäftsbereich

Mio. CHFJanuar – September 2016Januar – September 2015Veränderung

Veränderung
in
Lokalwährung

Veränderung
ohne
Devestitionen

Bestellungseingang718.4587.122%23%27%

Machines &
Systems

477.6323.947%49%57%

After Sales

103.397.46%5%5%

Components

137.5165.8-17%-18%-18%

 

Das Marktumfeld im dritten Quartal war geprägt von einer uneinheitlichen Dynamik in den einzelnen Ländern und bei den Produktkategorien. Während Rieter im dritten Quartal gute Markterfolge in Indien erzielen konnte und sich die Nachfrage in China leicht belebte, ging die Nachfrage nach Neumaschinen in der Türkei – nach einer starken Phase in den ersten Monaten des Jahres – im dritten Quartal deutlich zurück. Produktseitig entwickelte sich die Nachfrage nach Kompaktspinnsystemen insgesamt positiv. Der Markt für Rotorspinnsysteme blieb auf niedrigem Niveau.

Dank der starken globalen Präsenz und des breiten und technologisch führenden Produktangebotes erwirtschaftete Rieter in den ersten neun Monaten 2016 einen kumulierten Bestellungseingang von 718.4 Mio. CHF (2015: 587.1 Mio. CHF).

Massgeblichen Einfluss auf die positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr hatte der Geschäftsbereich Machines & Systems, der mit 477.6 Mio. CHF einen deutlich höheren Bestellungseingang (+47%) gegenüber den ersten neun Monaten des Jahres 2015 verzeichnete (2015: 323.9 Mio. CHF). Im dritten Quartal erzielte Machines & Systems einen Bestellungseingang von 134.2 Mio. CHF (Q3 2015: 98.3 Mio. CHF). In Indien konnten Grossaufträge für das Kompaktsystem K 42 verbucht werden, während in China der Bestellungseingang trotz einer leichten Belebung weiterhin unterdurchschnittlich ausfiel. Der in der Türkei realisierte Bestellungseingang lag im dritten Quartal deutlich unter dem in den ersten Monaten des Jahres 2016 erzielten Niveau.

Der Geschäftsbereich After Sales verbesserte den Bestellungseingang von 97.4 Mio. CHF auf 103.3 Mio. CHF und legte damit im Vergleich zum Vorjahr um 6% zu. Zum Wachstum trug unter anderem das steigende Ersatzteilgeschäft in der Türkei, in Indien und in China bei. Die Bestellvolumina lagen im dritten Quartal mit 32.0 Mio. CHF auf dem Niveau der Vorjahresperiode (Q3 2015: 32.3 Mio. CHF). Niedrigere Bestellungen bei den Rotorersatzteilen konnten durch Verkaufserfolge bei den After-Sales-Dienstleistungen und durch eine höhere Nachfrage nach Installationsleistungen kompensiert werden.

Der Bestellungseingang im Geschäftsbereich Components lag mit 137.5 Mio. CHF rund 28.3 Mio. CHF unter der Vorjahresperiode. Der regional breit abgestützte Bestellungseingang im dritten Quartal belief sich auf 41.5 Mio. CHF (Q3 2015: 68.2 Mio. CHF). Im Unterschied zum ausserordentlich starken Vorjahresquartal hielten sich die Kunden in China und Indien mit der Vergabe von Grossaufträgen zurück.

Strategischer Fokus

Im Berichtszeitraum 2016 verfolgte Rieter die Ziele des strategischen Verbesserungsprogramms STEP UP konsequent weiter. Mit dem 2014 gestarteten Programm fokussiert sich der Konzern auf drei Schwerpunkte: die Stärkung der Innovationskraft, den Ausbau des After-Sales-Geschäfts und die Steigerung der Profitabilität auf eine EBIT-Marge von 10% des Umsatzes.

Stärkung der Innovationskraft

Mit der Einführung der Spinnmaschine K 42 mit 1 824 Spindeln inklusive Putzerei und Karde ist das gesamte Kompaktspinnsystem im indischen Markt verfügbar. Die Bestellungseingänge in den letzten Monaten belegen, dass Rieter die Technologieführerschaft mit dem neuen Kompaktsystem erneut unter Beweis gestellt hat. Die wichtigsten Wettbewerbsvorteile, die von den Kunden entsprechend honoriert wurden, sind ein über 10% tieferer Energieverbrauch und minimale Materialverluste.

An der Textilmaschinenmesse ITMA Asia in Schanghai, China, präsentierte Rieter als Highlight die neue Einkopf-Streckengeneration RSB-D 50, die eine deutlich gesteigerte Produktivität bei hervorragender Qualität des Streckenbandes bietet. Die patentierte Antriebstechnik ECOrized sowie eine innovative Regulierung und Faserführung erlauben eine bis zu 33% höhere Liefergeschwindigkeit.

Die Kunden aus China und den umliegenden Ländern zeigten auch reges Interesse an der Produktpalette für die Verarbeitung von Kunstfasern. Erstmalig stellte Rieter in China die Luftdüsenspinnmaschine J 26 mit der Option P 26 für die Verarbeitung von Polyester vor. Die für den asiatischen Markt speziell entwickelten Man-Made-Fiber-Produkte verzeichneten eine starke Nachfrage.

Rieter setzt weiterhin gezielt Mittel für Forschung und Entwicklung ein, um die weltweite Technologie- und Marktführerschaft zu halten und weiter auszubauen.

Ausbau des After-Sales-Geschäfts

Im After-Sales-Bereich zeigte Rieter an der wichtigsten Textilmaschinenmesse in China neue Dienstleistungen und Komplettlösungen für den gesamten Produktionsprozess. Der Geschäftsbereich After Sales hat damit eine weitere Voraussetzung geschaffen, um das anvisierte Wachstum von mehr als 30% bis 2018 (Basis Umsatz 2014: 127.5 Mio. CHF) zu erreichen.

Steigerung der Profitabilität

An der Erreichung der Meilensteine zur Profitabilitätssteigerung hat Rieter in der Berichtsperiode planmässig gearbeitet. Insbesondere wurden die Massnahmen zur Anpassung der Produktion in Winterthur planmässig umgesetzt. Rieter strebt weiterhin an, dadurch Kostensenkungen von rund 15 bis 20 Mio. CHF ab 2017 zu realisieren.

Konkretisierung des Ausblicks für 2016

Die Visibilität bezüglich der Nachfrageentwicklung für Textilmaschinen und -komponenten bleibt weiterhin gering. Die Nachfrage hängt unter anderem von der Entwicklung der Garn- und Rohmaterialpreise, der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung in den Hauptabsatzmärkten und der Finanzierungskosten ab. Rieter geht davon aus, dass sich das Marktumfeld in den nächsten Monaten nicht wesentlich verändern wird.

Rieter geht 2016 sowohl beim Umsatz als auch bei der Profitabilität weiterhin von einem deutlich stärkeren zweiten Halbjahr im Vergleich zum ersten Halbjahr aus. Für das Gesamtjahr 2016 erwartet Rieter einen Umsatz in der Grössenordnung von rund 940 Mio. CHF, eine operative Profitabilität (EBIT-Marge) von rund 5% bis 6% und einen Reingewinn von rund 3.5% bis 4.5% des Umsatzes.

Nächste Termine

  • Publikation der Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2016: 1. Februar 2017
  • Bilanzmedien- und Finanzanalystenkonferenz 2017: 14. März 2017
  • Generalversammlung 2017: 5. April 2017
  • Halbjahresbericht 2017: 20. Juli 2017

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Relindis Wieser

Head Group Marketing & Communication, Member of the Extended Group Executive Committee
Klosterstrasse 20
8406 Winterthur
Switzerland

Über Rieter
Rieter ist der weltweit führende Anbieter von Systemen für die Kurzstapelfaser-Spinnerei. Das Unternehmen mit Sitz in Winterthur (Schweiz) entwickelt und fertigt Maschinen, Systeme und Komponenten für die Verarbeitung von Naturfasern und synthetischen Fasern sowie deren Mischungen zu Garnen. Rieter ist der einzige Anbieter weltweit, der sowohl die Prozesse für Spinnereivorbereitung als auch sämtliche vier am Markt etablierten Endspinnverfahren abdeckt. Das Unternehmen ist mit 16 Produktionsstandorten in zehn Ländern vertreten und beschäftigt weltweit rund 5 067 Mitarbeitende, davon etwa 21% in der Schweiz. Rieter ist an der SIX Swiss Exchange unter dem Tickersymbol RIEN kotiert. (www.rieter.com)

Disclaimer
Alle Aussagen dieses Berichts, die sich nicht auf historische Fakten beziehen, sind Zukunftsaussagen, die keinerlei Garantie bezüglich der zukünftigen Leistung gewähren; sie beinhalten Risiken und Unsicherheiten einschliesslich, aber nicht beschränkt auf zukünftige globale Wirtschaftsbedingungen, Devisenkurse, gesetzliche Vorschriften, Marktbedingungen, Aktivitäten der Mitbewerber sowie andere Faktoren, die ausserhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen.

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